18.07.2012. Gedenken an Utoya

Mahnwache

Am 22. Juli jähren sich die schrecklichen Anschläge von Oslo und Utøya zum ersten Mal. Ein rechtsextremer Terrorist zündete vor einem Jahr um 15.22 Uhr eine Bombe im Regierungsviertel von Oslo in Norwegen. Zwei Stunden später tötete er auf der Insel Utøya junge Mitglieder der sozialistischen Jugend Norwegens. Diese Jugendlichen wurden Opfer von gezielten Schüssen, weil sie sich für eine offene und tolerante Welt einsetzten. Insgesamt verloren 77 Menschen durch diese feige und barbarische Tat ihr Leben. Ihnen wollen wir an diesem ersten Jahrestag gedenken.

Selbst ein Jahr nach den Anschlägen ist die Tat für uns immer noch nicht fassbar. Dennoch haben uns vor allem die Courage und das starke Auftreten der norwegischen Demokratinnen und Demokraten Mut gemacht. „Die Antwort auf Gewalt ist mehr Demokratie und Menschlichkeit“ – diese bewegenden Worte sagte Ministerpräsident Stoltenberg im letzten Jahr.

Deshalb rufen wir als SPD, Jusos und SJD - Die Falken dazu auf, nicht still zu sein! Wir wollen und müssen weiter unsere Stimme erheben für ein demokratisches und solidarisches Miteinander, für eine freie und vielfältige Gesellschaft, damit gerade nicht die Tat und schon gar nicht der Täter das letzte Wort haben in unserer Demokratie. Wir lassen uns von der menschenfeindlichen Ideologie der Rechtsextremen nicht einschüchtern, sondern setzen uns weiterhin für unsere Idee eines solidarischen und demokratischen Zusammenlebens ein!

Daher rufen wir alle Menschen auf, am 22. Juli 2012 um 15.22 Uhr eine Gedenkminute einzulegen, um an die Opfer zu erinnern. Im Anschluss daran wollen wir eine Minute sehr laut sein: Mit Trillerpfeifen, Musikinstrumenten oder anderen Tonverstärkern wollen wir der Welt zeigen, dass unsere Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität und unsere Idee einer toleranten und weltoffenen Gesellschaft stärker sind als jede Gewalt!

Aufruf zu einer Mahnwache am Sonntag, 22. Juli 2012 um 15:00 Uhr auf dem Liebfrauenkirchhof an der Westseite des Rathauses in Bremen