Tiemo Wölken MdEP: „Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht“

 

Tiemo Wölken, MdEP

 

EU-Kommission präsentiert Wasserstrategie

Brüssel. Nach Ansicht des SPD-Europaabgeordneten Tiemo Wölken geht der Vorschlag der EU-Kommission für eine überarbeitete Trinkwasserrichtlinie in die richtige Richtung: „Die Trinkwasserrichtlinie macht europäisches Leitungswasser schon seit 20 Jahren zu einem der sichersten und preiswertesten Lebensmittel überhaupt.

 

Damit das so bleibt, aktualisieren EU-Kommission, -Parlament und Rat die Liste der zu überprüfenden Stoffe im Trinkwasser und nehmen weitere Anpassungen vor. Das ist richtig so, wir müssen potentielle Schadstoffe im Trinkwasser so niedrig wie möglich halten. Außerdem muss unser Ziel sein, dass wirklich alle Europäerinnen und Europäer Zugang zu Trinkwasser bekommen, über eine Million Menschen haben das noch nicht.“ Die EU-Kommission präsentiert ihren Vorschlag am Donnerstag, 1. Februar 2018.

Für den Zugang aller Menschen zum Trinkwasser sollen laut der Kommission die Mitgliedstaaten verbindlich sorgen. Die erste Europäische Bürgerinitiative „Right2Water“ hatte gefordert, dass die Grundversorgung mit Trinkwasser ausnahmslos gewährleistet wird. „Der Vorschlag der EU-Kommission ist der erste europäische Rechtsakt, der direkt auf eine Europäische Bürgerinitiative reagiert“, so Tiemo Wölken, der die Diskussionen zur Richtlinie im Umweltausschuss begleiten wird. „Es ist eine positive Entwicklung, wenn die EU-Institutionen millionenfach unterstützte Anliegen der EU-Bürgerinnen und Bürger aufgreifen.“ Ein weiteres Element der Reform ist, dass Verbraucherrechte durch größere Transparenz gestärkt werden sollen. „Ich werde darauf schauen, dass die künftig zur Verfügung zu stellenden Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher sinnvoll und verständlich sind und der Aufwand für die Wasserversorger verhältnismäßig ist“, sagt Tiemo Wölken.

Die Anstrengungen für sauberes Trinkwasser müssen laut Tiemo Wölken sektorübergreifend verstärkt werden. „Trinkwasser ist in vielen Regionen gefährdet, verunreinigt zu werden, unter anderem durch Gülle und Medikamentenrückstände. Die Devise darf nicht sein: Die Wasserversorger löffeln die dreckige Suppe schon aus, egal was drin ist. Die EU-Mitgliedstaaten und deren Regionen müssen daher umfassende Pläne entwickeln, um die Belastungen zu senken.“ Die Reinigung ist auch eine Kostenfrage, weshalb Tiemo Wölken begrüßt, dass in der Trinkwasser-Richtlinie das Verursacher-Prinzip betont wird: „Privathaushalte sollten nicht für die höheren Kosten durch die industrialisierte Tierhaltung aufkommen. Wir brauchen eine nachhaltige Landwirtschaft, die Böden nicht mehr belastet, als diese aufnehmen können.“

Der Vorschlag der Kommission zur überarbeiteten Richtlinie wird nun an das Europäische Parlament und den Rat der EU weitergeleitet.

 
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